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    Roma im Kosovo

    M√§rz 04, 2008 · Reportage

    Roma, eine Aussichtslose Zukunft in einem fremden Land

    Am Bahnhof angekommen, werde ich von Fußball spielenden Kindern begrüßt. Zu meiner Überraschung sprechen sie mich in akzentfreiem Deutsch an. Schnell wird mir bewusst, dass die meisten dieser Kinder etwas mit mir gemeinsam haben: unsere Heimat. 
     
     
    Beissende Luft begleitet mich auf meinen Weg in die Siedlung. Es ist der Müll, der auf offener Strasse verbrannt wird. Nach einer halben Stunde war die Verschmutzung so extrem, dass ich mir einen schwarzen Film von meiner Haut ziehen konnte. 
     
     
    Umreiht von schreienden Kindern, die mir zeigen wollen, welch akrobatische Darbietungen sie zu leisten vermögen, laufe ich meinen Weg durch Ruinen ähnelnde Häuser und vorbei an brennenden Müllhaufen. 
    Angekommen im Nirgendwo, leben aus Deutschland ausgewiesene Romas von und mit dem Müll Pristinas. Metallteile werden durch das Verbrennen von alten Kabeln heraus gelöst und nicht gerade Gewinn bringend verkauft. 
     
     
    Während meines Besuchs führe ich sehr prägende Gespräche mit Älteren, deren sehnlichster Wunsch es wäre zurück nach Deutschland zu dürfen.