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    Castor Südblockade

    November 24, 2011 · Reportage

    Zwei Tage Castor

     
    Tag 1 
    Warten in der Kälte: Mit Kaffee und warmem Essen wird der Aufenthalt auf dem Gelände des Sportheims in Berg ein wenig versüßt. Musik und Vorträge von Aktivisten vertreiben Zeit und Langeweile.
     
    Tag 2 
    Gegen 16.00 Uhr kommt die Meldung, dass der Castor Frankreich verlässt und die Deutsch-Französiche Grenze überquert. Dies sorgt für ein großes Aufbrechen unter den ca. 300 Aktivisten. Alle stürmen zu ihren Autos oder zu den Bussen. Von Sinsheim aus fahren wir mehr oder weniger geschlossen auf einen Aldi Parkplatz bei Hassloch. Zur Verwunderung von mehreren Kunden stürmen die Aktivisten jedoch sofort weiter in Richtung der Bahngleise. Dort angekommen, warten bereits um die 2.500 Polizisten. Ein Durchdringen scheint zu diesem Zeitpunkt eher unwahrscheinlich. Nachdem die Schienen für den Castor freigegeben waren und somit für den öffentlichen Bahnverkehr gesperrt, versucht eine Gruppe von 60 Aktivisten einen Durchbruch durch die Polizeikette. Während der erste Versuch scheitert, gelingt der zweite mit der mehrfach erprobten Fünf-Finger-Taktik. Etwa 15 Personen erreichen das Gleisbett. Dies sind zu wenige Aktivisten... In wenigen Minuten wird die Blockade aufgelöst. Sie ziehen weiter und treffen an ein paar Schrebergärten auf eine weitere Gruppe. Die Polizei rechnet nicht mit den vorhandenen Schlupflöchern, die die Schrebergärten bieten und die nun größere Gruppe kann ein zweites Mal zu den Gleisen durchdringen. Mit mehr als 40 Aktivisten kann die Blockade über eine Stunde gehalten werden.